Krankenhausärzte können längere häusliche Krankenpflege verordnen

Krankenhausärzte können längere häusliche Krankenpflege verordnen

Krankenhausärzte können künftig statt für drei für fünf Werktage häusliche Krankenpflege verordnen, wenn ein Patient aus der Klinik entlassen wird. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschlossen.

Ziel der Neuregelung sei es, den Betroffenen mehr Zeit zu geben, um einen reibungslosen Übergang von der stationären in die ambulante Versorgung zu organisieren, so der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) in der Beschlussbegründung. Bisher lag die Grenze bei drei Werktagen. Die alte Regelung hatte es Patienten und Angehörigen schwer gemacht, bei Entlassungen nahe zum Wochenende oder zu gesetzlichen Feiertagen eine zeitnahe Anschlussversorgung sicherzustellen.

Nach Ansicht des Gremiums sei es für Patienten, die aus dem Krankenhaus entlassen würden und gepflegt werden müssten, immer schwieriger, innerhalb der kurzen Frist eine Folgeverordnung durch einen ambulanten Arzt zu bekommen. Besonders problematisch sei es bei Entlassungen nahe zum Wochenende oder vor gesetzlichen Feiertagen, die zeitnahe Anschlussversorgung zu organisieren. Die Verlängerung der Verordnung gebe den Betroffenen nun mehr Zeit.

Zudem will der G-BA den Informationsfluss zwischen den stationär und ambulant tätigen Ärzten verbessern. Deshalb sieht er in einer weiteren Änderung der Richtlinie vor, dass die Krankenhausärzte die Einweiser bei der Verordnung von häuslicher Krankenpflege „unverzüglich“ zu informieren haben.

Die Änderung der Richtlinie zur häuslichen Krankenpflege tritt mit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft.

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