Dunkle Jahreszeit – Einbruchszeit

Der Herbst hat begonnen und die Tage werden kürzer. Damit steigt auch wieder die Zahl der Einbrüche. Gerade in der dunklen Jahreszeit, insbesondere in den Monaten Oktober, November und Dezember haben laut Polizei Einbrecher Hochsaison.

Gerade ältere Menschen werden dabei immer wieder Opfer von Einbrechern und Betrügern. Die Täter suchen sich gezielt Senioren aus, da sie häufig allein leben und oft körperlich aufgrund ihres Alters oder einer Krankheit unterlegen sind.

Einbrüche und der „Enkeltrick“, sind nur einige der kriminellen Taten, denen Senioren immer wieder zum Opfer fallen.

In diesem Artikel möchte ich Ihnen zeigen, wie solche Tricks funktionieren und wie sie sich selbst vor Einbrüchen schützen können.

Einbrecher haben im Herbst und Winter Hochsaison

Etwa alle 2 Minuten ereignet sich irgendwo in Deutschland ein Einbruch. Dabei bedienen sich Einbrecher oft einfachster Hilfsmittel – ein Schraubendreher reicht meist, um Fenster und Türen in Sekundenschnelle aufzuhebeln. Ein Viertel der Einbrecher kommt durch die Vorder- oder Hintertür. Jeder zweite Einbrecher findet durch ein Fenster, Terrassen- oder Balkontür ohne Absicherung Zugang.

Ein Einbruch in den eigenen vier Wänden kann das Sicherheitsgefühl und Wohlbefinden der Betroffenen nachhaltig beeinträchtigen: Nicht nur der materielle Schaden, sondern häufig auch dauerhafte psychische Belastungen sind meist die Folgen. Denn die Täter dringen in die Privatsphäre ein, wühlen in den persönlichsten Sachen und stehlen womöglich Gegenstände, an denen wertvolle Erinnerungen hängen.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Dass man sich vor Einbrechern schützen kann, zeigt die Erfahrung der Polizei. Bei über einem Drittel der Einbrüche bleibt es lediglich bei einem Versuch, meistens weil mechanische Sicherungen wie Tür- und Fensterschlösser, Einbrecher am gewaltsamen Eindringen ins Haus hindern. Täter, die nicht nach kurzer Zeit erfolgreich sind, geben in der Regel auf.

Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre Türen und Fenster einbruchsicher machen.Klinke

So machen Sie Ihre Fenster und Türen einbruchsicher!

Maßnahme Nr. 1 : Fenstersicherheit

Die meisten Einbrecher nutzen ungesicherte Fenster und Terrassentüren aus. Innerhalb von Sekunden hebeln sie sogar geschlossene Fenster mit einem Schraubendreher auf. Ganz fatal bei Kunststofffenstern: Je nachdem, wie versiert der Einbrecher zu Werke geht, sind keine Einbruchspuren sichtbar.

Dadurch sind Probleme mit der Versicherung vorprogrammiert.

  • Sichern Sie Ihre Fenster nachträglich mit mechanischen Sicherungen. Es gibt eine Vielzahl an effektiven Produkten, ob Zahlenschloss, Fenstergriffschloss oder Fensterstangenschloss mit Mehrfachverriegelung.
  • Verschließen Sie Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch dann, wenn Sie Haus oder Wohnung nur kurz verlassen. Vorsicht! Gekippte Fenster sind offene Fenster.

Maßnahme Nr. 2: Türsicherheit – gegen ungebetene Gäste

  • Nutzen Sie einen Türspion, um erst zu schauen, wer vor der Tür steht, bevor Sie sie ganz öffnen.
  • Bauen Sie in die Tür ein einbruchhemmendes Schloss mit besonders geschütztem Profilzylinder ein und schützen Sie beide durch einen Schutzbeschlag mit zusätzlicher Zylinderabdeckung
  • Bauen Sie ein gutes Zusatzschloss mit Sperrbügel ein. Dadurch wird auch das Aufstoßen der spaltbreit geöffneten Tür verhindert.
  • Vermeiden Sie es, Ihre Schlüssel draußen zu verstecken, denn Einbrecher kennen jedes Versteck. Wechseln Sie bei Schlüsselverlust den Schließzylinder aus.

„Rate mal, wer gerade anruft!“ – So funktioniert der Enkeltrick

Quelle: www.fotolia.de

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Es beginnt mit einem harmlosen Anruf und am Ende verlieren die Opfer oft mehrere 1000 Euro. Der Enkeltrick ist ein raffinierter und bei Tätern beliebter Trick, um an das Geld gutgläubiger Leute zu kommen.

Die Wahl der Opfer verläuft meist über Telefonbücher. Hierbei werden gezielt Vornamen ausgewählt, die auf ältere Jahrgänge schließen lassen

Anhand der Adresse schätzen sie ab, wie viel Geld sie ergaunern können.

Schließlich rufen die Täter an. Das Gespräch beginnen sie mit Sätzen wie „Rate mal, wer gerade anruft!“. So wollen sie das Opfer verleiten, einen Namen aus dem Verwandtenkreis zu nennen. Im Folgenden geben sich die Täter eben als diese Person aus.

Sie schildern, dass sie dringend viel Geld brauchen. Als Grund wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht, beispielsweise ein Unfall, ein Auto- oder Computerkauf. Die Lage wird immer äußerst dringlich dargestellt.

Durch wiederholte Anrufe setzen die Betrüger ihr Opfer unter Druck. Willigt das Opfer schließlich ein, holen die Täter das Geld ab.

Dem Opfer erklärt der vermeintliche Enkel, dass er das Geld nicht persönlich abholen könne und deshalb einen Bekannten schicke. Hat der Betroffene die geforderte Summe nicht parat, wird er gebeten, unverzüglich zur Bank zu gehen und dort den Betrag abzuheben.

So schützen Sie sich gegen den Enkeltrick:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn Sie den Anrufer erraten sollen.
  • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihrer familiären und finanziellen Situation preis.
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.
  • Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Schmuck an Fremde.
  • Überweisen Sie niemals Geld auf ein unbekanntes Konto.
  • Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen ein Anrufverdächtig vorkommt. Notrufnummer: 110

 

Tipp!

Vom 20.10. – 26.10. startet die Polizei NRW eine landesweite Aktionswoche zum Einbruchschutz mit vielen Aktionen und Veranstaltungen rund um das Thema.

Außerdem berät die Polizei Sie gerne, welche Sicherungsmethoden individuell am besten zu Ihnen passen.

 

In Angst und Misstrauen gegenüber allen fremden Personen sollten Sie nicht verfallen. Aber bewahren Sie sich stets eine gesunde Portion Skepsis. Und scheuen Sie sich nicht davor, um Hilfe zu bitten.

 

Kategorie:  Aktuelles , Pflegeblog
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1 Kommentar zu „Dunkle Jahreszeit – Einbruchszeit“

  1. Die Älteren Herrschaften gegenüber bitten immer darum, dass sich jemand aus der Nachbarschaft um die Post kümmert. Wir haben, nach einer Reihe von Einbrüchen auch alles Sicherheitstechnik installiert. Man kann sich aber nie sicher sein darüber, ob es vorbei ist.

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